Gucki

Montag, 31. Oktober

Good Guy

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Das Bild zeigt eine mit einer Schlange kämpfende Löwenfigur am Ostchor des Doms

    “… da mit unverzagten siten / ein wurm unde ein lewe striten. / der wurm was starc unde groz / daz viur im uz dem munde schoz …” (Hartmann von Aue)

Der “gute Löwe” von der Nordflanke des Ostchors ringt das Böse in Gestalt einer Schlange oder eines Lindwurms nieder. Das Zitat entstammt einem mittelalterlichen Vers-Epos des Hartmann von Aue. Iwein ist ein Ritter der Tafelrunde von König Artus. Er steht einem Löwen bei, der im Kampf gegen einen Lindwurm zu unterliegen droht. Aus Dankbarkeit weicht das Tier nicht mehr von seiner Seite - Iwein wird zum” Löwenritter”. Mittelalterlich ist der steinerne Löwe freilich nicht - aufgestellt wurde er erst 1878.

Sonntag, 30. Oktober

Bad Guy

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Das Bild zeigt eine Löwenfigur am Ostchor des Doms

    “Aber nicht wollt ihr erschrecken, wenn es blitzt im Herzensgrund, wenn die Sklaven, kettenwund, doch den Gott in sich entdecken. Hört, es kann die Stunde kommen, wo das Lamm ein Löwe heißt, wo es brüllend euch zerreißt …” (Nikolaus Lenau)

Als Symboltier verkörpert der Löwe sowohl das Gute als auch das Böse. Diese Doppeldeutigkeit wird durch das Begleitattribut aufgelöst: Als Raubtier, das ein Lamm reisst, steht der Löwe auf der Südflanke des Ostchor des Doms für üble Mächte und böse Gefahren.

Samstag, 29. Oktober

Rochusstraße

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Das Bild zeigt eine Spolie (als Baumaterial verwendeter steinerner Überrest) mit der Inschrift “Zum Golt Stein”

    “Der Goldstein machet Gold, das mit der Welt vergeht, der Eckstein einen Bau, der ewiglich besteht.” (Angelus Silesius)

Freitag, 28. Oktober

Rathausplatz

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Das Bild zeigt ein Loch in einer gesplitterten Scheibe

    “Man erzählte sich öffentlich, daß den nächsten Abend Fenster eingeworfen werden sollten, und einige Freunde, welche mir die Nachricht brachten, daß es wirklich geschehe, mußten mich hinführen, da Jugend und Menge wohl immer durch Gefahr und Tumult angezogen wird.” (Goethe)

Donnerstag, 27. Oktober

Bahnhofsplatz

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Das Bild zeigt Tischleuchten einer Gaststätte am abendlichen Bahnhofsplatz

    “Erinnerst du dich nicht? – Ah, was für ein Abend! Wie an einen Traum denk’ ich an ihn zurück. Als wär’ es überhaupt der erste Frühlingsabend, den ich erlebt habe. Wir saßen unter hohen Bäumen, an zwei langen Tischen, die man hatte zusammenrücken müssen. Auf den Tischen brannten Windlichter.” (Arthur Schnitzler)

Mittwoch, 26. Oktober

Bockshöfchen

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Das Bild zeigt eine Laterne im Bockhöfchen in der Nähe des Kirschgartens

    “Viele Gedanken durchkreuzten so die alte Straßenlaterne, welche an diesem Abend zum letztenmal leuchtete. Die Schildwache, welche abgelöst wird, kennt doch ihren Nachfolger und kann ihm ein paar Worte sagen, aber die Laterne kannte den ihrigen nicht, und doch hätte sie ihm einen oder den andern Wink, über Regen und Schnee, dann wie weit der Mondschein auf dem Bürgersteig gehe und von welcher Seite der Wind blies, geben können.” (Hans Christian Andersen)

Dienstag, 25. Oktober

Liebfrauenplatz

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Das Bild zeigt die Spitze der Nagelsäule mit einem Eisernen Kreuz und der Jahreszahl 1813

    “Das Eiserne Kreuz ihre einzige Zier; alles zerschossen; ihr ganzes Prahlen nur ein Wettstreit in den Zahlen, in den Zahlen derer, die nicht hier.” (Theodor Fontane)

Die Spitze der Nagelsäule auf dem Liebfrauenplatz im Eisernen Kreuz zeigt die Jahreszahl 1813. Vielleicht sollte bei der Errichtung der Denksäule ein patriotischer Bezug zu der Völkerschlacht bei Leipzig hergerstellt werden. Diese zog sich zwischen dem 16. und 19. Oktober 1813 hin. Unter dem Datum des 25. Oktober 1813 verzeichnet das von Hans Baumann zusammengestellte “Mainzer Daten-Kaleidoskop”: “Hunderte verwundeter Soldaten (gemeint dürften Franzosen sein, Gucki) kommen mit Schiffen den Main herab und zeigen den Rückzug der bei Leipzig geschlagenen Armee an.”

Montag, 24. Oktober

Zoll- und Binnenhafen

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Das Bild zeigt die Verladung eines Beton-Bauteils bei Dunkelheit

    “Ein Schiff wird in der Werft zurecht gemacht, es drehn sich Krahne unentwegt mit Fracht …” (Theodor Däubler)

Sonntag, 23. Oktober

Neubrunnenplatz

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Das Bild zeigt die Spitze des Obelisken am Neubrunnenplatz

    “… denn wenn ein Obelisk einmal aufrecht stehet, so achtet man nicht mehr auf die Hebel und Werkzeuge die ihn in die Höhe gehoben haben …” (Johann Karl August Musäus)

Samstag, 22. Oktober

Dom

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Das Bild zeigt die Figur eines Skelettes mit Stundenglas im Dom

    ” … Punkt zwölf erscheint der Knochenmann und hält das Perpendikel an.” (Wilhelm Busch)

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