Gucki

Donnerstag, 31. März

“… und der Leu mit Gebrüll richtet sich auf, da wirds still…” (Schiller)

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Schützenbrunnen, Stadtpark

    Schützenbrunnen, Stadtpark

Es muß schon einiges zusammenkommen, damit ein Meenzer auf “seinen” Rosenmontagszug verzichtet. Kriege und Katastrophen - übrigens auch eine Reichstagswahl - konnten natürlich dafür sorgen, dass die Prozession der Tobsüchtigen abgesagt wurde. Bisweilen reichte auch der Bimbes nicht, dann war Weltwirtschaftskrise.

Wenn die Ressourcen besonders knapp wurden, sahen sich die Stadtväter schon einmal gezwungen, Prioritäten zu setzen und den Karnevalsumzug zu streichen - zugunsten anderer Veranstaltungen. So war es im Jahr 1894, als im Stadtpark für den “Deutschen Schützenbund” ein reichsweites “Bundesschießen” ausgerichtet werden sollte. Dafür ließen sich die Organisatoren dann im Sommer nicht lumpen. Das Schützenfest nahm Dimensionen heutiger Mega-Events an. Auf dem Gebiet des heutigen Stadtparks stampfte man ein Festivalgelände mit einer Fläche von 26 Hektar aus dem Boden. Hauptattraktion war ein gigantischer Holzelefant, dessen Konstruktion ein Kaffeehaus mit Panorama-Terrasse beherbergte. In Bierkaschemmen, Weinkneipchen und einer Festhalle für 4000 Zecher sorgte die lokale Gastronomie für konstant hohen Zielwasser-Pegel. 200 000 Besucher verlustierten sich vom 17. bis zum 24. Juni auf dem Schützen-Rummel, während etwa 2200 aktive Teilnehmer an den acht Tagen auf den Schießständen ihre Gewaltphantasien auslebten.

An das “Deutsche Bundesschießen” erinnert nur noch der Schützenbrunnen am Nordeingang des Stadtparks. Er ist inzwischen trockengelegt. Geblieben sind: eine Gedenktafel, zwei bemooste Löwen und der obligatorische Adler mit Zielscheibe - der Rest vom Schützenfest.

Mittwoch, 30. März

“Das alte Heilige Römische Reich, stell’s wieder her, das ganze …”

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Figur Kaiser Karls VI., Haus “Zum Römischen Kaiser”

    Figur Kaiser Karls VI., Haus “Zum Römischen Kaiser”

“… gib uns den modrigsten Plunder zurück mit allem Firlifanze.” (Heine)

Dienstag, 29. März

“Frühling bricht in alle Gassen. Und die kleinen Menschen rennen …”

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Brunnen am Höfchen

    Brunnen am Höfchen

“… und die kleinen Herzen klopfen, freigelassen, wie die tausend kleinen wilden Wassertropfen.” (Max Dauthendey)

Montag, 28. März

“Wer seine Augen schließen will, mache an seinem innern Januskopfe zuerst …”

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Mombach, Mittelgewann/Am Jüngenstück

    Mombach, Mittelgewann/Am Jüngenstück (Hochstraße Lenneberg)

“… das Paar, das nach der Zukunft blicket, zu; das zweite, nach der Vorzeit gerichtet, lasse er immer offen.” (Jean Paul)

Sonntag, 27. März

“Wie kleines feines Papier zerblättern die Apfelblüten …” (Max Dauthendey)

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Finthen, Draisberg

    Finthen, Draisberg

Samstag, 26. März

“Von solchen mißgeschaffenen Dingen hatte er nach und nach …”

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Zoll- und Binnenhafen

    Zoll- und Binnenhafen

“… mit der schärfsten Emsigkeit, ein ganzes Buch zusammengezeichnet. Oft auch heftete er seine Augen starr auf alte, befleckte, buntfärbige Mauern, oder auf die Wolken am Himmel, und seine Einbildung ergriff aus allen solchen Spielen der Natur mancherlei abenteuerliche Ideen zu wilden Schlachten mit Pferden oder zu großen Gebirgslandschaften mit fremdartigen Städten.” (Wilhelm Heinrich Wackenroder)

Freitag, 25. März

“Jetzt mußt du rechts dich schlagen, schleich dort und lausche hier …”

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Rheinallee

    Rheinallee

“… dann schnell drauf los im Jagen - so wird noch was aus dir.” (Joseph von Eichendorff)

Donnerstag, 24. März

“Wenn uns eine abgeschnittene Klaue dargeboten würde …”

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Eisenturm

    Eisenturm

“… also ein Fragment eines Löwen, so würden wir gewiß erkennen, daß es eine Löwenklaue sei, aber ich fürchte den Löwen, von welchem sie abgeschnitten ist, würden wir nimmermehr erkennen.” (Goethe)

Mittwoch, 23. März

“There isn’t a Parallel of Latitude …”

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Gustavsburg, Maindamm

    Gustavsburg, Maindamm

“… but thinks it would have been the Equator if it had its rights.” (Mark Twain)

Dienstag, 22. März

“… auf der Rheinbrücke holte man noch frischen Atem wie vor alters …”

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Eisenbahnbrücke Süd

    Eisenbahnbrücke Süd

“… und betrog sich einen Augenblick, als wenn jene Zeit wiederkommen könnte…” (Goethe)

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