
“… durch folgende Merkmale charakerisieren: (1) er lädt den Zuschauer ein, seine wirklichen Probleme zu vergessen, (2) sich passiv zu entspannen, (3) erzeugt Emotionen, (4) lenkt ab von den Normen und Regeln der Realität, (5) bietet Vergnügen und stellvertretende Erfüllung von Wünschen.” (Michael Schenk)
“… des Weges ein, auf dem er gekommen.” (Alessandro Manzoni)
“… inmitten der Dampfwolke keinen angenehmen Eindruck auf Hans, und die Aschenhaufen zu beiden Seiten des Weges, welcher ebenfalls immer schwärzer wurde, schienen ihm nichts zur Erhöhung des landschaftlichen Reizes beizutragen.” (Wilhelm Raabe)

“… ’til I can see right though my little blue window.” (Elvis Costello)
Pflanzenhaus im Mainzer Stadtpark
“… in einem Ozean von Wonne …” (Christoph Martin Wieland)

Flutlichtmasten des Bruchwegstadions von der Mainspitze aus
“… alle Sterne des Firmaments.” (Anicius Manlius Severinus Boethius)

“… in gelehrten Kompendien und Bierschenken finden, können uns nichts mehr nutzen und nur zu trostlosen Irrtümern verleiten.” (Heinrich Heine)
“… in thy sweet semblance my old age new born …” (Shakespeare)
Die Verwendung von Jahreszahlen in Firmennamen oder Werbung will bedacht sein. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, als das Ende des Milleniums noch in weiter Ferne schien, fügte so mancher Ladeninhaber seiner Firma die Jahreszahl 2000 hinzu, um das Unternehmen so mit dem Glanz von Modernität und Zukunftszugewandtheit zu schmücken. Nun zermahlte die Zeit Jahrzehnt um Jahrzehnt mit der ihr eigenen Unerbittlichkeit. 2000 kam und ging. Und nach längstens zwei Jahren waren alle Firmenschilder und Neonreklamen mit “Bistro2000″, “Salon2000″ oder “Cafe2000″ so öde, unmodern und out wie Tamagotchis, Schulterpolster, Kassettenrekorder oder Popliteratur.
Da hat man es in der “Rhoischnook” mit dem Hinweis zu TV-Übertragungen “auf Grossleinwand” cleverer angestellt. Die Türaufschrift lässt sich auch im Jahr 2106 (und mit etwas typographischer Nonchalance auch schon 2066) zur Kundenansprache einsetzen. Denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die FIFA auch in Zukunft Fussballweltmeisterschaften vergeben. Der Ball wird wohl immer noch rund und das nächste Spiel das schwerste sein. Ob es allerdings 90 Minuten dauern wird, scheint schon nicht mehr so gewiss.