“Lass deinen traum auf stiller reise vor ihm sich heben! Er dehnt die arme – bedenk ihn oft mit dieser gunst dass er im harme dass er im eise noch frühling hofft!” (Stefan George)

Ludwigshafen, Hauptbahnhof
“… grau aus vergehender Stadt …” (Rilke)
“… mein Hirn. Es keucht der Fluß. – Die Brücke ächzt.” (Erich Mühsam)
“… Geschmack im Mund wurde er nicht wieder los. Er fühlte, daß seine Stunde kam, daß er seekrank wurde und brechen mußte. Er wollte es nicht, er wollte es nicht! Nur das nicht! Wie sie wohl lauerten, Kap Horn und Hein Mück, daß sie ihn auslachen konnten! Nein, er wollte es nicht! Fest biß er die Zähne zusammen und hielt sich den Mund zu.” (Gorch Fock, über das Initiationsritual eines Fischerjungen während einer Nordseefahrt)
Über dem in Stein gemeisselten und in güldnen Lettern ausgeführten Sinnspruch des Schulschiffpaten erhebt sich das Denkmal für den im Ersten Weltkrieg 1914 vor Helgoland versenkten Kreuzer “S.M.S Mainz”.
In den umlaufenden Inschriften ist pathetisch verquast von “deutschem Kreuzergeist”, der “Wahrung der Ehre des Reichs in allen Meeren” und vom “Heldentod” mit “wehender Flagge” die Rede: Textbausteine deutschtümelnder Tradition unseligen Angedenkens - ein Sprachdenkmal im Denkmal.
“… das haben sich die Schreibmaschinen allein gedichtet.” (Tucholsky)
“… das hoch auf einem Felsen saß und in weiter Ferne eine Menschenmasse beobachtete, die einen Galgen umgab.” (Charlotte Brontë)
“… und Plichten und Luken wurden geschalkt.” (Gorch Fock)
“… only a signal shown, and a distant voice in the darkness; so on the ocean of life, we pass and speak one another, only a look and a voice, then darkness again and a silence.” (Longfellow)