Gucki

Dienstag, 30. November

“und weit unheimlicher als die bleichen Schatten der mitternächtlichen …”

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Skulptur “Antimensch”, Zbigniew Fraczkiewicz

    Skulptur “Antimensch”, Zbigniew Fraczkiewicz, Platz unter der Rathausbrücke

“… Geisterstunde sind mir jene vierschrötigen, rotbäckigen Gespenster, die schwitzend im grellen Sonnenlicht umherwandeln. Dabei der totale Mangel an Höflichkeit. Mit ihren eckigen Gliedmaßen, mit ihren steifen Ellenbogen stoßen sie überall an, und ohne sich zu entschuldigen durch ein artiges Wort.” (Heinrich Heine, über Engländer)

Montag, 29. November

“Eine leere Bank stand vor ihm. Er ließ sich auf sie niederfallen…”

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Stadtpark

    Stadtpark

“… steckte das Gesicht in seine Hände und begann, leise vor sich hin zu weinen.” (Georg Heym)

Sonntag, 28. November

“Gedanken und Gefühle verstockten ihm zu Eis und seine einzige Empfindung…”

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Regentonne, Lessingstraße

    Regentonne, Lessingstraße

“… in diesem Augenblicke war, daß er sich selber haßte über die unbegreiflichste innere Kälte, die in solchen Fällen peinlicher zu sein pflegt, als das lebhafteste Gefühl unseres Elends.” (Mörike)

Samstag, 27. November

“Ruhe sanft, kleine Aster…” (Benn)

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Lessingstraße

    Lessingstraße

Donnerstag, 25. November

“Wir haben Bären das Tanzen zu lehren…”

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Botanischer Garten

    Botanischer Garten

“… aber muß man dazu selber ein Tanzbär sein?” (Nietzsche)

Dienstag, 23. November

“Unförmig klimmt aus dieses Schornsteins Bauch ein dumpfer Lichtschein…”

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Kulturzentrum, Schornstein der ehemaligen Garnisonswaschanstalt, Dagobertstraße

    Kulturzentrum, Schornstein der ehemaligen Garnisonswaschanstalt

“… eingepackt in Rauch, der in der Luft verkriecht wie Ungeziefer. – Ein Vogel macht sich aus dem Lichtschein los, wächst rot zum Himmel, wächst – wird weltengroß, durchzuckt die Nacht in grausiger Gebärde – und blutet schwere, rote Angst zur Erde.” (Erich Mühsam)

Montag, 22. November

“Some say the bee stings: but I say, ’tis the bee’s wax…”

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Markt

    Bienenwachskerzen zum Selbstziehen, Markt

“… for I did but seal once to a thing, and I was never mine own man since.” (Shakespeare)

Samstag, 20. November

“Die Fächer der Repositorien knarrten mitunter, wie eigenwillig…”

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Objekt “Ablage”, Ulrich Schreiber, Haus Burgund, Flachsmarktstraße

    Objekt “Ablage”, Ulrich Schreiber, Haus Burgund, Flachsmarktstraße”

“… unter der Last wohlgeordneter Aktenbündel, deren Erkennungszettel übereinander und nebeneinander lange Reihen bildeten und schnurrig beschriebenen Grabsteinen glichen.” (Ringelnatz)

Freitag, 19. November

“…der Glanz der Lampen stach ihn in die Seele…” (Gustav Freytag )

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Liebfrauenplatz

    Liebfrauenplatz

Donnerstag, 18. November

“Die Setzer stellen zwischen jedes Wort ein sogenanntes Spatium…”

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Frankfurt-Bornheim, Tiefgarage Saalbau

    Frankfurt-Bornheim, Tiefgarage Saalbau

“… die Deutschen verlangen auch wohltuende Spatia zwischen den Gedanken und nehmen dazu Worte und Perioden.” (Jean Paul)

Gemeinhin steht der Bibliothekar an seinem Arbeitsplatz allen Formen der Nahrungsaufnahme eher mit gewisser Voreingenommenheit gegenüber. Die Beschäftigung mit Speis und Trank in seiner Bibliothek gilt ihm als mittleres Sakrileg und wird natürlich (und zu Recht!!!) ebenso drakonisch geahndet wie eine Unterhaltung, deren Lautstärke sich über den Schallpegel konspirativen Flüsterns zu erheben wagt.

Deshalb wundert sich der Betrachter schon über den Hinweis auf eine “Restaurant Bibliothek”, wie er in einer Frankfurter Tiefgarage zu sehen ist. Sollte ausgerechnet im kulinarisch eher rustikalen Hessen Essensgeruch mit dem unnachahmlich verstaubten Arom von Büchern harmonieren, fragt er sich, bis er realisiert, dass diesmal kein Deppenleerzeichen (spatium asini) vorliegt und damit eigentlich “Restaurant-Bibliothek” oder “Restaurantbibliothek” gemeint war. Vielmehr fehlte nur der Beistrich. Schweinekrustenbraten-Liebhaber und Bibliophile können auch im Frankfurter Vorort ihren Passionen frönen, ohne sich über den Weg zu laufen.

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